
Vom Papier in die Karibik · Archiv 1993
May the Monkey Be With You!
Erfundene Vorschau · Echte Geschichte01 / 1993
April 1993: Die Fortsetzung kommt vom Kiosk
Für viele Spieler begannen Neuigkeiten mit einem frischen Zeitschriftencover am Kiosk. Man kaufte das Heft, blätterte hastig und hoffte auf den richtigen Namen. Das Internet existierte, war aber noch nicht der alltägliche Ort, an dem man auf neue Spiele wartete.
Nach LeChuck’s Revenge konnte dieser Name Monkey Island 3 lauten. Stellt euch vor, ihn als Vorschau zu entdecken – und dann Guybrush zwischen Raumschiffen zu sehen. Der erste Gedanke musste nicht „unmöglich“ sein. Vielleicht lautete er: „Wann kann ich das spielen?“.
02 / 1993
Ein Pirat im Weltraum. Zumindest auf Papier.
Ausgabe 52 von The Games Machine, datiert April 1993, stellte auf Seite 17 ein nicht existentes drittes Monkey Island vor. Die italienische Überschrift lautete Un pirata nello spazio; auf dem veränderten Logo stand May the Monkey Be With You!.
Die erfundene Preview entwarf eine Parodie verschiedener Lucas-Welten. Sie war keine Ankündigung von LucasArts: Das Spiel existierte nur im Aprilscherz des Magazins. Diese Unterscheidung bewahrt den historischen Fund, ohne der offiziellen Chronologie ein Phantomspiel hinzuzufügen.
Die originale Doppelseite

Archivkarte
- Zeitschrift
- The Games Machine
- Ausgabe
- 52
- Datum
- April 1993
- Seite
- 17
- Gedruckte Überschrift
- Un pirata nello spazio
- Dokumentart
- Erfundene Vorschau zum ersten April
03 / 1993
Das Verb, das den Trick verriet
Die Seite verbindet erkennbare Elemente aus Monkey Island 2 mit der Bildwelt von Star Wars und X-Wing. In der bereitgestellten Doppelseite steht links die Werbung für den Weltraumsimulator, rechts die erfundene Vorschau: ein bemerkenswertes Nebeneinander.
Der beste Witz steckt in der Oberfläche: Use the Force. Einen Piraten ins All zu schicken, genügte nicht; er brauchte auch das passende Verb. Das erfundene SCUMM ließ das Absurde bedienbar wirken. Es bleibt eine redaktionelle Montage, kein Bild aus einer spielbaren Fassung.
04 / 1993
Warum aufbewahren?
Andrea Peduzzi erinnert sich auf Outcast, darauf hereingefallen zu sein. Sein persönlicher Bericht belegt keine Zahl getäuschter Leser.
Für uns liegt der Reiz auch in der Zeit vor der Aufklärung: Gedrucktes konnte einer Idee Raum geben, zur möglichen Zukunft zu werden. Das ist eine redaktionelle Deutung, kein Nachweis für die Reaktion aller Leser. Die Vorfreude auf ein weiteres Abenteuer lässt sich dennoch leicht vorstellen.
Andrea Peduzzi · Pesce d’aprile! | Racconti dall’ospizioQuellen und Einordnung
Der Scan zeigt Überschrift, Bilder und Befehl. RetroEdicola führt Ausgabe 52/1993; Outcast ordnet Seite 17 dem April 1993 zu. Eine bestimmte Person als Urheber oder eine Zahl getäuschter Leser wird hier nicht behauptet.
Bilder und Marken gehören den jeweiligen Rechteinhabern. Die Herkunft des Scans steht in der Bildunterschrift.
AUF DEM WEG IN DIE KARIBIK · SEIT 1999